Business Intelligence · Ebene 2
Produktdaten & E-Commerce
Einmal pflegen, überall ausspielen. Wenn ein Preis an vier Stellen gepflegt wird, ist er an drei davon falsch.
Dasselbe Produkt, viermal gepflegt
Der Klassiker im Handel: Jeder Kanal hat seine eigene Wahrheit über Artikel, Preis, Bild und Verfügbarkeit.
| Wo der Artikel steht | Wer ihn pflegt | Was dabei schiefgeht |
|---|---|---|
| Warenwirtschaft | Büro | Die eigentliche Wahrheit — nur sieht sie niemand außen |
| Onlineshop | Marketing | Schönere Texte, andere Preise, veraltete Bilder |
| Marktplatz | wer gerade Zeit hat | Eigene Pflichtfelder, eigene Kategorien, eigene Regeln |
| Katalog und Preisliste | Grafik | Stand vom Zeitpunkt des Drucks, also veraltet |
| Ladengeschäft | Verkauf | Das Regaletikett, das niemand mehr nachzieht |
Der Schaden ist selten der eine falsche Preis. Er ist die Zeit, die jede Preisrunde kostet — und das Zögern, überhaupt etwas zu ändern, weil die Änderung so mühsam ist. Unbewegliche Preise sind teurer als falsche.
Eine Quelle, viele Kanäle
Produktdatenmanagement heißt im Kern: Es gibt genau einen Ort, an dem ein Artikel die Wahrheit sagt. Alles andere liest von dort.
Bestand sichten
Wie viele Artikel, wie viele Varianten, wie viele Felder — und wie viele davon sind leer, doppelt oder widersprüchlich.
Führendes System festlegen
Meist die Warenwirtschaft, manchmal der Shop, selten ein eigenes System. Diese Entscheidung ist wichtiger als jedes Werkzeug.
Aufräumen
Der unangenehme Teil. Einheiten, Kategorien, Bildnamen, Beschreibungen. Ohne das trägt die schönste Schnittstelle nur Chaos schneller weiter.
Verbinden
Abgleich zu Shop, Marktplatz, Kasse und Katalog. Automatisch, in festgelegtem Takt, mit Protokoll über das, was nicht durchging.
Überwachen
Ein Blick, der zeigt: Welche Artikel haben kein Bild, keinen Preis, keine Beschreibung. Das ist Pflege, nicht Projekt.
Produktdaten sind inzwischen Pflicht, nicht Kür
Was früher „schön wäre" war, ist heute vorgeschrieben oder entscheidet über Sichtbarkeit. Ein paar Beispiele aus der Praxis:
- Grundpreisangabe — Preis je Einheit, sauber berechnet, bei jeder Variante
- Herkunft, Material, Pflegehinweise — je nach Warengruppe verpflichtend
- Energie- und Produktkennzeichnung — mit Datenblatt und Etikett
- Barrierefreiheit — Alternativtexte zu Bildern sind nicht nur gut für Suchmaschinen
- Strukturierte Daten — ohne sie erscheint ein Artikel in Suchergebnissen deutlich schlechter, in KI-Suchsystemen oft gar nicht
Jedes einzelne dieser Felder ist händisch über tausend Artikel nicht zu pflegen. Mit einer Quelle und Regeln schon.
Wo KI hier wirklich hilft
- Entwürfe für Beschreibungen in großer Zahl, aus den vorhandenen technischen Daten — mit Kontrolle, nicht ungeprüft
- Einheitliche Kategorisierung über einen gewachsenen Bestand hinweg
- Freistellen und Zuschneiden von Produktbildern in Serie
- Finden von Dubletten und Widersprüchen, die über Jahre entstanden sind
- Übersetzungen für weitere Märkte, mit fachlicher Nachkontrolle
Mehr dazu unter KI im Unternehmen.
Und der Shop selbst
Wir bauen und betreuen Onlineshops seit Jahren. Was dabei am häufigsten unterschätzt wird, steht hier.
Geschwindigkeit
Jede zusätzliche Sekunde Ladezeit kostet Abschlüsse. Das ist einer der wenigen Punkte, bei dem die Technik unmittelbar auf den Umsatz durchschlägt — und einer der am leichtesten messbaren.
Suche im Shop
Wer sucht, will kaufen. Eine Suche, die Tippfehler verzeiht und Synonyme kennt, ist oft wirksamer als die nächste Kampagne.
Der Bestellabschluss
Hier gehen die meisten Käufe verloren. Jedes Pflichtfeld, jeder überraschende Betrag und jede Zwangsregistrierung kostet.
Rechtliches im Shop
Widerruf, Versandkosten, Lieferzeiten, Zahlungsarten, Grundpreise. Abmahnbar ist fast alles — und fast alles lässt sich einmal richtig einrichten und dann vergessen.
Anbindung an die Buchhaltung
Bestellungen, Zahlungen, Gutschriften und Retouren sollen ohne Abtippen ankommen. Sonst wächst der Shop den Betrieb nicht hinein, sondern über den Kopf.
Betrieb und Sicherheit
Ein Shop ist eine Anwendung, die Geld bewegt, und wird entsprechend angegriffen. Wie wir damit umgehen, steht unter Hosting & Domains.
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- Prozesse & Automatisierung — Bestellung, Lieferschein und Rechnung ohne Abtippen
- Marketing Automation — aus guten Produktdaten werden gute Kampagnen
- Kennzahlen & Dashboards — Deckungsbeitrag je Artikel statt Umsatz je Monat
- Coding — wenn es für Ihre Anbindung nichts Fertiges gibt
- Projekte — Shops und Portale, die wir umgesetzt haben
Wie lange dauert bei Ihnen eine Preisänderung?
Wenn die Antwort in Tagen gemessen wird, lohnt sich das Gespräch.